Drive in

#43 Mamma Mia! Here we go again :)

Als wir Freitagnachmittag unseren Job am Hafen beendet hatten, stand für uns wieder ein kleines Abenteuer an. Für Jessica und Lucas war die letzte Woche in Australien und damit auch im Castaways Backpackers angebrochen. Während unserer Zeit in diesem Hostel sind wir Freunde geworden. So waren sie zum Beispiel auch bei unserer Wasserfalltour und anderen Ausflügen mit dabei. Bevor sie nun aber das Land verlassen wollten, stand für sie noch ein kleiner Roadtrip an, wofür sie sich ein Auto mieteten.

Australien

Wir trafen uns am Freitagabend in Mareeba in den Tablelands beim „Drive-in“, einem Autokino. So etwas hatten wir bisher nur in Filmen gesehen. An diesem Abend wurden zwei Filme gezeigt: Mamma Mia 2 und Jurassic World 2. Neben den Filmen gab es hier relativ preiswertes Essen und wir konnten kostenlos campen. Nachdem alle Abba-Klassiker, die noch nicht im ersten Teil dran waren, gespielt wurden, kam nach dem kitschigen Ende das doch krasse Kontrastprogramm.

Autokino

Am nächsten Morgen fuhren wir dann weiter nach Kuranda. Kuranda gilt als ehemaliges Hippiedorf, mitten im Regenwald. Auf dem berühmten Hippie-Markt gab es allerdings fast ausschließlich Staubfänger zu kaufen. Wir entschieden uns dazu, etwas am Fluss zu wandern und uns danach den Barron-Wasserfall anzuschauen, welcher sehr imposant war. Leider führte uns der Wanderweg nicht bis an den Pool heran, sondern nur zu einer Aussichtsplattform. Vermutlich ist hier kein Schwimmen gestattet. Doch alleine der Weg dorthin, durch den Regenwald, hat sich schon gelohnt.

Barronfall

Da wir den nächsten Tag in Port Douglas am Strand verbringen wollten, fuhren wir nun zum Übernachten weiter nach Norden. Wir hatten von einem kleinen, familiengeführten Camping gehört, welches wir ausprobieren wollten. Der Weg dorthin führte uns durch eine atemberaubende Landschaft. Während wir Serpentinen hoch und runter fuhren, blieben wir fast immer zwischen dem Ozean und der Grenze zum Regenwald. Links von uns befand sich der steile, dicht bewachsene Berg der Tablelands und rechts von uns Sandstrände und der endlose Ozean. Auch wenn die Serpentinen viel Aufmerksamkeit kosten, konnten wir diesen Ausblick doch genießen. Diese Gegend hier ist einfach so anders, wie die des trockenen Outbacks, welches wir bei unserem ersten Roadtrip durchfahren sind. Unglaublich, wie vielfältig und groß dieses Australien doch ist.

Kolonne

Bei dem Campingplatz, welcher mitten im Nirgendwo war, angekommen, bot schon die Einfahrt ein wunderschönes Bild. Die Straße bildete eine Allee aus Bambus.

Allée

Als wir bei der Rezeption ankamen, kam bereits die „Frau des Hauses“ auf uns zu gelaufen. Lächelnd und uns das Gefühl vermittelnd, unglaublich willkommen und im Paradies zu sein, begrüßte sie uns namentlich. Ihr Mann zeigte uns dann eine riesige Wiese, auf der wir campen können. Er bot uns an, uns mit Früchten von ihren Bäumen zu versorgen. Vor allem diverse Zitrusfrüchte sind gerade in Saison. Beim Frühstück am nächsten Morgen kamen vier Hühner zu unserem Platz und suchten nach Essensresten. Dieser Platz hatte uns gerade mal 6,50$/ Person gekostet und geht in die Top drei unserer bisher besuchten Campingplätze ein.

Nach Port Douglas war es nun nicht mehr weit. Dort gibt es einen Strandabschnitt, der patroulliert wird und wohl krokodil– und quallenfrei sein soll. Wir ließen uns nicht zwei Mal bitten und rannten direkt ins erschreckend warme Wasser. Als Abschied grillten wir noch einmal zusammen an einem der kostenlosen E-Grills, die es überall in Australien gibt.

Wir fuhren nun zurück nach Cairns. Montagmorgen mussten wir wieder arbeiten. Jessica und Lucas gönnten wir noch einen Tag Privatsphäre. 😉

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